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In-Memory Computing am Beispiel von SAP HANA

Kurs in Deutsch und/oder Englisch (bitte nachfragen)

Semesterwochenstunden:

2

Leistungspunkte:

2,5

Vorkenntnisse:

Kenntnisse über Datenbanksysteme, insbesondere von SQL. Programmierkenntnisse in einer Programmiersprache (nicht notwendigerweise der im Kurs verwendeten). SAP-Erfahrung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungstyp:

Lehrveranstaltung mit Vorlesungs- und Übungsanteilen

Semesterturnus:

Sommersemester

Arbeitsaufwand:

75 Stunden, davon:
30 Präsenzzeit,
45 Stunden Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffs

Beitrag zu den Zielen des Studiengangs:

Die erworbenen Kenntnisse und Methoden sind nützlich für Aufgaben im Bereich „Business Intelligence“ und Anwendungsentwicklung.

Lernziel:

Kenntnis des Potentials von In-Memory Computing für Unternehmenssoftware. Fähigkeit, In-Memory-Anwendungen durch Modellierung und durch Softwareentwicklung zu erstellen.

Schlüsselqualifikationen:

Fähigkeit zum Verständnis großer komplexer Systeme, Lernen am Beispiel, Transferfähigkeit, algorithmisches Denken, Teamfähigkeit

Lehrinhalte:

Der Kurs befasst sich mit einem frischen Thema: In-Memory Computing, sowohl im Allgemeinen wie auch speziell am Beispiel des recht neuen Systems SAP HANA.

Bei In-Memory-Computing wird die vollständige Datenbank im Hauptspeicher gehalten statt auf einer Magnetplatte. Es wird ermöglicht durch immer größere und billigere Hauptspeicher und die parallele Bearbeitung durch Multicore-Prozessoren. Dadurch lassen sich Antwortzeiten komplexerer analytischer Anwendungen vom Minutenbereich in den Sekundenbereich bringen („sub-second response time“). Bestimmte Auswertungen sowie neuartige Anwendungen werden dadurch erst möglich.

Der Kurs befasst sich vor allem mit der Architektur von Anwendungen, die das Potential von In-Memory Computing nutzen. Ist traditionell die Datenbank der Performanzengpass eines betrieblichen Anwendungssystems, so läuft die Anwendungslogik in einem In-Memory System umgekehrt möglichst nahe an der Datenbank.

In dem Kurs werden die Konzepte und die Architektur von In-Memory Systemen geschildert (z.B. die spaltenorientierte Speicherung). Der wesentliche Teil ist allerdings die Nutzung von In-Memory Systemen, insbesondere an praktischen Übungen mit SAP HANA. Zum einen werden analytische Anwendungen durch Modellierung (ohne Programmierung) erstellt, die Auswertungen geschehen mit Business-Intelligence-Werkzeugen. Hierbei erfolgt auch eine Einführung in die Begriffe und Methoden von Business Intelligence und Data Warehousing. Zum anderen werden Anwendungen programmiert. In der Lehrveranstaltung wird dies im wesentlichen die Programmierung von Stored Procedures mit der Programmiersprache SQLScript sein. Ergänzende Programmiertechnologien werden kürzer angesprochen: REST-basierte Web-Services und serverseities JavaScript für die schmale Applikationsserverschicht und clientseitiges JavaScript und SAPUI5-Technologie für die breitere Client-seitige Präsentationschicht.

Geplant ist auch, auf Beispiele für neuartige Anwendungen einzugehen.

Literatur:

H. Plattner, G. Zeier: In-Memory Data Management: Technology and Applications. 2. Auflage. Springer, Berlin Heidelberg New York, 2012
B. Berg, P. Silvia: Einführung in SAP HANA. 2. Auflage. Galileo Press, Bonn, 2013
T. Schneider, E. Westenberg, H. Gahm: ABAP Entwicklung für SAP HANA. Galileo Press, Bonn, 2013

Bemerkungen:

Die Veranstaltung beinhaltet insbesondere praktische Übungen in Gruppen von zwei Studierenden. Die Teilnehmerzahl ist aufgrund des Übungscharakters begrenzt.
Da keine spezifischen Betriebswirtschaftskenntnisse vorausgesetzt werden, ist die Lehrveranstaltung nicht nur für Wirtschaftsinformatiker geeignet.

Leistungsnachweis:

Mündliche Prüfung (Gruppenprüfung, bei zwei Personen 30 Minuten)

Modulverantwortliche/r:

Prof. Dr. Weber





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